Kfz-Versicherungen mit Rabattretter

Hat man bei einem Unfall nicht nur den Ärger mit allen Beteiligten und der Kfz-Versicherung, kommt am Ende nach der Regulierung auch noch die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Das passiert natürlich nur, wenn der Versicherer den Schaden reguliert und man als Versicherungsnehmer die Schuld an dem Unfall hat. Wie Sie in unserem Ratgeber zur Rückstufung lesen, wird man beim Schadenfreiheitsrabatt um Jahre zurückgeworfen.

Ist man bereits viele Jahre unfallfrei gefahren und hat eine hohe Schadenfreiheitsklasse erreicht (= niedriger SF-Rabatt), sind die „Prozente“ in mehreren SF-Klassen gleich. Wer beispielsweise in der SF-Klasse 25 bei vielleicht 30 % SF-Rabatt einen Unfall baut, wird bei einigen Versicherern in die SF-Klasse 20 zurückgestuft, die aber auch den Rabatt von 30 % hat. Folglich hätte man zwar 5 SF-Klassen verloren, man zahlt aber weiterhin den Versicherungsbeitrag entsprechend des 30 % Rabatts. Im Schadensfall wird also „hochgestuft“, aber der Schadenfreiheitsrabatt bleibt gerettet. Und genau das versteht man unter einem Rabattretter. Man muss nichts weiter tun, als stets unfallfrei zu fahren und im schlimmsten Fall einen kleineren Schaden selbst zu übernehmen. Den Rabattretter bekommt man irgendwann automatisch.

Nicht mit Rabattschutz verwechseln

Versicherungstarife mit einem Rabattschutz funktionieren ganz ähnlich, man kann sie aber bereits bei kleineren Schadenfreiheitsklassen aktivieren. Meist geht das ab SF-Klasse 4 los, dass man den Rabattschutz gegen Aufpreis bekommt.